Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Als vorbildlich bezeichnet Bettina Müller die Flüchtlingsunterbringung in Limeshain

7. November 2015 - 10:40

Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl (SPD) machte sich die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller selbst ein Bild vor Ort von der Lage der Asylbewerber und der Arbeit der haupt- sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Limeshain. Zusammen mit dem Bürgermeister Adolf Ludwig(SPD) und der Jugendpflegerin sowie Flüchtlingsbetreuerin Tanja Velten informierten sich Müller und Gnadl in Limeshain auch über den Umgang der Kommune mit der steigenden Zahl an unterzubringenden Flüchtlingen.

Der Besuch steht in einer Reihe mit anderen Terminen in der Region, in deren Rahmen sich Bettina Müller und Lisa Gnadl über die Situation in den Kommunen informiert. „Unsere Städte und Gemeinden stehen vor einer gewaltigen Herausforderung, bei der sie die Unterstützung aller politischen Ebenen brauchen“, bewerten die Abgeordneten die Situation.

„Die Unterbringung der Flüchtlinge in Limeshain läuft vorbildlich“, stellen die Abgeordneten im Gespräch fest. „Das Engagement der ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger am „Runden Tisch“ ist großartig.“ berichtet Bürgermeister Adolf Ludwig. „Derzeit sind in den Flüchtlingsunterkünften in Limeshain 000

Asylbewerber untergebracht. Die Frauen, Männer und Kinder kommen überwiegend aus Syrien, aber auch aus Somalia leben in denen von der Stadt gekauften Häuser, eine Hofreite sowie einem Haus am Barbarossabrunnen.“ so Ludwig weiter. Land und Bund seien allerdings in der Pflicht, die Kommunen ganz am Ende der Zuständigkeitskette nicht mit knappen Möglichkeiten und Notbehelfen alleine zu lassen.

„In den Kommunen wird Eindrucksvolles geleistet. Das gilt sowohl für die Verwaltungen als auch für das ehrenamtliche Engagement aus der Bevölkerung.“, lobt Gnadl.

Als unzureichend bezeichnet Sozialarbeiterin Tanja Velten den Betreuungsschlüssel im Wetteraukreis. „Derzeit kümmert sich ein Sozialarbeiter um 210 Flüchtlinge. Er ist für Limeshain, Altenstadt und Reichelsheim tätig. Vor allem Behördengänge und Probleme im Alltag gibt es zu lösen. Da bleibt für jeden Einzelnen nur wenig Zeit.“ so Velten.

Die Anwesenden waren sich einig, dass den Flüchtlingen  geholfen werden müsse, wieder die Kontrolle über das eigene Leben zurück zu erhalten. „Die Menschen hier haben oftmals dramatische Lebenserfahrungen gemacht. Ihre Geschichten stehen stellvertretend für die massenhafte Flucht vor Bürgerkrieg, politischer Verfolgung und Armut“, sagte Bettina Müller.

Das größte Problem sei die Bearbeitungsdauer der Asylanträge. “Es ist wichtig, dass die Menschen schnell eine Perspektive in Deutschland bekommen, damit eine gute Integration gelingen kann.“, so Müller abschließend.

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