Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Bettina Müller: Frauen verdienen 100 Prozent!

7. Juli 2016 - 14:38

Obwohl die Entgeltgleichheit seit über fünf Jahrzehnten geltendes Recht ist, sieht die Realität anders aus: Nach wie vor klafft eine Lohnlücke zwischen den Geschlechtern. Aktuell verdienen Frauen im Durchschnitt rund 21 Prozent weniger Lohn oder Gehalt als Männer.

„Im europäischen Vergleich ist Deutschland Schlusslicht bei der Entgeltgleichheit. Ohne gesetzliche Maßnahmen wird sich daran leider nichts ändern“, ist sich die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller (SPD) sicher. „Ich unterstütze deshalb Bundesministerin Manuela Schwesig in ihrem Vorhaben für das Lohngerechtigkeitsgesetz. Denn das Schließen der Lohnlücke ist eine Frage der Gerechtigkeit.“
Bereits Ende 2015 hat Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig einen Gesetzentwurf zur Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen erarbeitet. Ziel des Gesetzes ist es, durch mehr Transparenz die Voraussetzung für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern zu schaffen. „Denn viele Frauen wissen nicht, dass sie schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen, oder sie können dies nicht nachweisen.“, sagt Bettina Müller.

Der Entwurf enthält einen individuellen Auskunftsanspruch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Außerdem sieht er für Unternehmen ab 500 Beschäftigten eine Berichtspflicht und verbindliche betriebliche Prüfverfahren zur Entlohnungspraxis vor. Ziel ist es, ungleiche Bezahlung aufzudecken und zu beseitigen.

Der Entwurf wird allerdings seit Monaten von der Union blockiert. Bettina Müller hat dafür kein Verständnis: „Die Union würde mit ihren Forderungen 25 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von dem individuellen Auskunftsrecht ausschließen. Das können wir nicht hinnehmen.“

Im Koalitionsvertrag hat sich auch die Union zur Entgeltgleichheit bekannt, denn dort heißt es: ‚Die Koalitionspartner sind sich einig, dass die bestehende Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen nicht zu akzeptieren ist.“

Daher fordert Bettina Müller ihre Kolleginnen und Kollegen von der CDU auf: „…sich für konstruktive Beratungen einzusetzen, so dass wir an einem Lohngerechtigkeitsgesetz arbeiten könne, das seinem Namen gerecht wird – Frauen verdienen 100 Prozent!“

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