Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Bettina Müller (SPD): Zucker hat bittere Folgen

25. August 2016 - 16:56

Die SPD-Bundestagabgeordnete Bettina Müller unterstützt aktuelle Forderungen nach einer "Zucker-Steuer" als mögliche Maßnahme gegen stark zuckerhaltige Getränke. Die Diskussion war in den letzten Tagen erneut aufgeflammt, nachdem eine Untersuchung der Verbraucherorganisation Foodwatch ergeben hatte, dass die meisten Limonaden und Fruchtsaftgetränke zu viel Zucker enthalten. Von 463 untersuchten Erfrischungsgetränken enthielten der Untersuchung zufolge 60 Prozent mehr als fünf Prozent Zucker, über ein Drittel sogar mehr als acht Prozent.

"Eine Menge von umgerechnet sechs Stück Würfelzucker auf ein 0,2-Liter-Glas ist ganz eindeutig zu viel", erklärte die Gesundheitspolitikerin und verweist auf die starke Zunahme von Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen. Eine Regelung wie sie Großbritannien 2018 einführen will, sei daher nach Auffassung von Bettina Müller auch für Deutschland überlegenswert. England will durch eine Abgabe auf Getränke, die mehr als fünf Prozent Zucker enthalten, den Konsum eindämmen.

"Das Geld könnte in die Gesundheitsprävention und Aufklärungsarbeit gestreckt werden", so die Abgeordnete, die sich auch für eine bessere Kennzeichnung des Zuckergehaltes auf den Produkten ausspricht.

"Aber nicht nur Getränke haben eine überhöhten Zuckergehalt", erklärt Müller und nennt als weiteres Beispiel Tomatenfertigsoßen. Auch hier seien überwiegend Kinder die Zielgruppe. Eltern sollten daher beim Einkauf die Möglichkeit haben, sich schneller über den Zuckerhalt der Produkte zu informieren. Dabei könnte nach Auffassung von Müller auch die bereits seit Jahren diskutierte Einführung einer "Ampelkennzeichnung" auf allen Lebensmitteln helfen. Bei der Ampelkennzeichnung wird der Gehalt an Fett, Zucker und Salz je nach Menge mit grünen, gelben oder roten Symbolen gekennzeichnet.

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