Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Bettina Müller und Heinz Lotz: Keine weitere Belastung für den Main-Kinzig-Kreis

2. Juli 2015 - 17:01
Müller und Lotz bewerten Gespräch über SuedLink im Kanzleramt optimistisch

Für die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller und den Landtagsabgeordneten Heinz Lotz sind es gute Nachrichten für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis: In der Koalitionsrunde zwischen Angela Merkel, Sigmar Gabriel und Horst Seehofer am gestrigen Mittwochabend gab es eine Einigung zur SuedLink-Trasse. „Der Vorschlag Sigmar Gabriels, die Erdverkabelung zum Regelfall zu machen, hat sich durchgesetzt. Das ist ein gutes Signal für die betroffenen Menschen. Hingegen konnte sich der Vorschlag aus Bayern nicht durchsetzen, der eine neue Trasse von Norden nach Süden durch den Main-Kinzig- und Wetteraukreis vorsah“, sagten Müller und Lotz.

Im Eckpunktepapier der Koalition wird zudem noch einmal unterstrichen, dass zwar der Bedarf einer Strecke von Brunsbüttel nach Grafenrheinfeld vorhanden, der Trassenverlauf jedoch noch lange nicht festgelegt sei. „Neu hingegen ist der Vorrang für Erdverkabelung und die stärke Nutzung vorhandener Trassen und Infrastrukturen. So kommen wir einer verträglichen Gesamtlösung bei SuedLink immer näher“, sagte die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller. In dem Eckpunktepapier heißt es zudem, dass TenneT einen Vorschlag unterbreiten soll, der eine Abzweigung nach Westen vorsieht, um den Netzknotenpunkt Grafenrheinfeld zu entlasten. „Sollte diese Variante den Main-Kinzig-Kreis betreffen, dann sollte die Leitung wie angekündigt über die bereits seit vielen Jahren vorhandene Leitung von Fulda nach Hanau laufen. Wir müssen immer im Auge behalten: Die neuen Pläne dürfen auf keinen Fall auf Kosten des Kreises gehen, nur um Bayern zu entlasten. Jeder muss seinen Beitrag leisten“, so Müller.

Erst vor wenigen Wochen habe Bayern einen eigenen Trassenentwurf vorgelegt, der für die beiden Abgeordneten völlig inakzeptabel gewesen sei. Demnach wäre die Trasse mitten durch die Wetterau und den Main-Kinzig-Kreis verlaufen. „Gut, dass dieser Entwurf Geschichte ist, denn wir dürfen nicht einer Politik nachgeben, die nach dem Motto verfährt, wer am meisten jammert bekommt seinen Willen. Das ist gegenüber den betroffenen Menschen vor Ort nicht fair. Sigmar Gabriel ist es gelungen, einen Kompromiss zu finden, der nicht nur zu Lasten Hessens und Baden-Württembergs geht“, sagte Heinz Lotz. Er habe die Hoffnung, dass Bayern nun endlich seinen erbitterten Widerstand aufgeben wird. „Sigmar Gabriel reicht der Bayrischen Regierung im Trassenstreit die Hand, die sie nicht mehr ausschlagen sollten. Es ist äußerst erfreulich, dass die Große Koalition in Berlin die wichtigsten Vorschläge aus der Hamelner Erklärung – die auch der Main-Kinzig-Kreis mitunterzeichnete – aufgenommen hat. Zeitgleich werden wir genau im Auge behalten, ob diese Pläne tatsächlich für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis eine Mehrbelastung bedeuten oder ob wir am Ende sogar noch besser als vorher da stehen“, so Heinz Lotz.

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