Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Bundestagsrede zu Hebammen

21. März 2014 - 0:00

Die SPD-Bundestagabgeordnete Bettina Müller hat am Donnerstag im Bundestag rasche Hilfe für freiberufliche Hebammen gefordert. In einer Plenardebatte über die vom Wegfall der Berufshaftpflicht in ihrer Existenz bedrohten Geburtshilfe sprach sich die Gesundheitspolitikerin dafür aus, nachhaltige Lösungen für die betroffenen Hebammen zu suchen. Die Sozialdemokratin aus dem Main-Kinzig-Kreis ist in ihrer Bundestagsfraktion als Berichterstatterin für das Thema zuständig.

Die Abgeordnete betonte, dass in Deutschland die Geburtshilfe insgesamt aber nicht in Gefahr sei und warb für eine Versachlichung der teilweise sehr emotional geführten Diskussion. „Es gibt ein Problem mit der Berufshaftpflicht für einen Teil der Hebammen und bei einem kleinen Teil der Geburten“, so Bettina Müller. Diesen Frauen müsse rasch geholfen. „Die Hebammen sollen sich nicht länger von einer Vereinbarung mit den Krankenkassen zur nächsten hangeln müssen“, so Bettina Müller mit Blick auf bereits bestehende Regelungen, wonach die Kassen die explodierenden Versicherungsprämien über die Vergütungssätze ausgleichen.

Langfristig sollte aber über eine Neuordnung der Berufshaftpflicht für Gesundheitsberufe insgesamt nachgedacht werden, so Müller. Die Geburtshilfe müsse dazu in ein Gesamtkonzept für die künftige gesundheitliche Versorgung eingepasst werden. „Die Geburtshilfe in der Fläche, im unterversorgten ländlichen Raum, muss auch bei weiter sinkenden Geburtenraten sichergestellt sein“, erklärte die Abgeordnete. Die notwendige Lösung der Haftpflichtproblematik, könne daher nur der Startschuss für eine weitergehende Debatte sein.

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