Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Die Frauenqoute kommt

18. Dezember 2015 - 12:44
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Die großen Karrieren machen heute wie vor zwanzig Jahren in der Regel die Männer. In den 30 DAX-Unternehmen sind gerade mal 14 der 188 Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Die SPD-Bundestagsfraktion sorgt nun mit gesetzlichen Regelungen dafür, dass sich das ändert. Ein zentraler Baustein auf dem Weg hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit ist die gesetzliche Frauenquote.

In deutschen Hörsälen tummeln sich etwa so viele Frauen wie Männer. Frauen machen ebenso wie die Männer ihre Hochschulabschlüsse. Das ist heute so, und das war auch schon vor zwanzig Jahren so. Die großen Karrieren machen allerdings heute wie vor zwanzig Jahren in der Regel die Männer. In den 30 DAX-Unternehmen sind gerade mal 14 der 188 Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Das ist ein Frauenanteil von sieben Prozent.

Frauen haben aber nicht nur seltener Posten in Chefetagen. Sie verzichten auch häufiger zugunsten von Kindern auf ihre Karriere. Zudem verdienen Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen: Ihre Bruttogehälter sind durchschnittlich 22 Prozent geringer als die von Männern.

Die SPD-Bundestagsfraktion sorgt nun mit gesetzlichen Regelungen dafür, dass sich das ändert. Ein zentraler Baustein auf dem Weg hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit ist die gesetzliche Frauenquote: Mindestens 30 Prozent der frei werdenden Aufsichtsratsposten in börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen müssen ab 2016 Frauen bekleiden. Wird die Quote nicht erfüllt, bleibt das Aufsichtsratsmandat unbesetzt.

Dates: 
22. November 2014 (ganztägig)
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