Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Kommunen besser bei der Planung zur ärztlichen Versorgung einbinden

22. Oktober 2014 - 0:00
Bundestagsabgeordnete Bettina Müller besucht für Meinungsaustausch Kreisbeigeordneten Matthias Zach

Die ärztliche Versorgung und der ärztliche Bereitschaftsdienst standen im Mittelpunkt eines Meinungsaustausches zwischen der Bundestagsabgeordneten Bettina Müller (SPD) und dem Kreisbeigeordneten Matthias Zach (Grüne) in Gelnhausen. „Die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ist auch in Berlin ein zentrales Thema. Bereits im nächsten Jahr wollen wir dazu ein Versorgungsstärkungsgesetz auf den Weg bringen“, informierte Bettina Müller, der die fachliche Einschätzung Zachs, der zugleich Gesundheitsdezernent des Main-Kinzig-Kreises ist, ein wichtiges Anliegen ist.

„Die geplanten Maßnahmen dürfen nicht zu Lasten der kommunalen Haushalte erfolgen. Zudem müssen die Kommunen stärker als bislang in die Bedarfsplanung der kassenärztlichen Vereinigungen eingebunden werden“, so die Einschätzung Matthias Zachs.

Neben der Versorgung mit Haus- und Fachärzten machen sich beide Sorgen um die Organisation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Matthias Zach: „Die von der der KV Hessen eingeführte Zentralisierung mit größeren Bezirken ist für die Patienten im ländlichen Raum nicht optimal“. Statt auf Ärzte vor Ort zurückzugreifen, die sich in manchen Orten sogar freiwillig für den Dienst anböten, werde den Leuten eine landesweite Regelung übergestülpt. „In der Folge wenden sich viele Patienten im Notfall nicht an den Bereitschaftsdienst, sondern gehen lieber gleich in die Notfallambulanz des Krankenhauses. Wenn wir die Situation verbessern wollen, sollten wir die bislang parallel vorgehaltenen Leistung des Rettungsdienstes, des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes und dem Notdienst in den Krankhäusern zusammenlegen“, erklärte Bettina Müller mit dem Hinweis, das ein inzwischen eingestelltes Modellprojekt in Hessen bewiesen habe, dass dadurch unter dem Strich sogar Geld gespart werden könne.

Weitere Themen des Gesprächs waren die Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in der Region sowie das Betreuungsrecht, zu dem Bettina Müller als Anwältin auch praktischen Bezug hat. Gemeinsam vereinbarten sie sich auch weiterhin regelmäßig zum Meinungsaustausch zu treffen.

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