Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Hospiz- und Palliativversorgung: Müller begrüßt Initiative für den Ostkreis

6. März 2015 - 13:59

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller begrüßt die Ankündigung des Main-Kinzig-Kreises, die Hospiz- und Palliativversorgung zu verbessern. „Ein SAPV-Team für den Ostkreis noch in diesem Jahr wäre eine gute Nachricht“, freut sich die Gesundheitspolitikerin, die im Gesundheitsausschuss des Bundestags mit dem Thema befasst ist. Ein SAPV-Team, das die spezialisierte ambulante Versorgung todkranker Menschen sicherstellt, würde laut Müller die bislang unhaltbare Situation im Ostkreis deutlich entspannen. Der Westkreis werde bereits durch ein von Hanau aus operierendes Team gut abgedeckt.

Die SPD-Bundestagabgeordnete sagt den zuständigen Kreisbeigeordneten Simmler und Zach ihre Unterstützung für das Vorhaben zu. Das gelte auch für die Ansiedlung eines stationären Hospizes im Ostkreis. Argumente der Krankenkassen, hier bestehe kein Bedarf, kann Bettina Müller nicht nachvollziehen. Es gehe jetzt darum, die Versorgung vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung auch für künftige Bedarfe aufzubauen. Gerade in ländlichen Regionen müsse man hier rechtzeitig handeln, weil die Umsetzung schwieriger und länger als in städtischen Regionen sei.

Die Gesundheitsexpertin wünscht sich darüber hinaus aber noch weitere Angebote für die Sterbebegleitung. „Neben Hospizen und SAPV-Angeboten müssen wir auch auf niedrigschwellige Angebote setzen“, betont Müller. So könne man zum Bespiel mit speziellen Ärztenetzen die Betreuung Schwerst- und Todranker Zuhause und mit den vom Patienten gewohnten Hausärzten sicherstellen. Entsprechende Modelle seien in anderen Bundesländern bereits umgesetzt und würden gut funktionieren. Müller: „Gerade in ländlichen Regionen brauchen wie einen Baukasten unterschiedlicher Angebote.“

Die Abgeordnete hat daher für den 11. März zu einer Veranstaltung in die Stadthalle von Gelnhausen geladen. Dort will sie mit Ärzten, Krankenkassen und Vertretern von Hospizeinrichtungen darüber diskutieren, wie man die Versorgung zielgenau verbessern kann. Im Bundestag wird es noch in diesem Jahr ein Gesetzgebungsverfahren geben, mit dem die Hospiz-und Palliativversorgung ausgebaut werden soll. Müller will die Anregungen der Praktiker aus dem Wahlkreis hier mit einfließen lassen.

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