Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Wir brauchen eine optimale Versorgung Sterbender

30. April 2015 - 18:00
SPD-Bundestagsabgeordnete besuchte das Palliativ-Team Hanau

Die häusliche Betreuung Sterbender bewegt derzeit die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller. Die Gesundheitspolitikerin ist auf Informations-Tour durch ihren Wahlkreis, Main-Kinzig/Wetterau/Schotten, und führt Hintergrundgespräche mit ehrenamtlichen wie professionellen Sterbebegleitern. Jüngst führte sie diese Reise zum Palliativ-Team Hanau. Zu dessen Versorgungsgebiet zählt im Moment nur der westliche Main-Kinzig-Kreis.

Tatsache ist, im östlichen Main-Kinzig-Kreis wird anders gestorben als andernorts – nämlich schlechter versorgt. Betroffen sind 60.000 Menschen, unter anderem in Brachttal, Birstein, Schlüchtern, Steinau, Bad Soden-Salmünster, Jossgrund, Bieber und Flörsbachtal.

„Dieser Zustand nicht hinnehmbar. Wir müssen hier zu einer Lösung kommen. Bevor wir nicht allen Sterbenden eine optimale Versorgung zu Hause gewähren können, ist es völlig unangebracht, über Sterbehilfe zu debattieren", sagt Bettina Müller.

Eine Lösung bietet das Palliativ-Team Hanau an: Ein zweites Standbein, angesiedelt in Bad Soden-Salmünster, von wo aus dann auch der östliche Main-Kinzig-Kreis versorgt werden könnte. „Von Hanau aus ist das für uns nicht machbar. Die Wege sind einfach zu weit“, sagte Dr. Gert Lautenschläger, Geschäftsführer des Palliativ-Team Hanau. Seine Zusage, eine Zweigstelle im Ostkreis betreiben zu wollen, erfreute den zuständigen Gesundheitsdezernenten, der das Thema „Palliativteam für den Ostkreis“ seit seinem Amtsantritt als Chefsache betreibt. „Wir stehen kurz vor einer Entscheidung und ich bin optimistisch, dass wir diese Entscheidung bis Ende des Jahres gefällt haben“, so Matthias Zach beim Informationsbesuch von Bettina Müller.

Lautenschlägers zweite Bitte ging an die Bundespolitikerin. „Wir bräuchten dann auch mehr Personal. Dafür brauchen wir auch eine deutliche Besserstellung von Pflegekräften und Ärzten.“ Hierzu Bettina Müller: „Das kann ich Ihnen bereits versprechen. Wir erarbeiten derzeit ein Gesetz. Er wird bessere Versorgungs-Verträge und eine bessere Vergütung für Hausärzte geben.“

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