Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Leistungen für Versicherte auf Qualität überprüfen

13. Februar 2016 - 0:55

Als Berichterstatterin für nicht ärztliche Gesundheitsberufe besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller die Linsengerichter Niederlassung des Sanitätshaus-Unternehmens „Bußfeld & Schiller“. Gemeinsam mit Bürgermeister Albert Ungermann informierte sie sich über die Arbeitsfelder des Betriebs.

Gegründet 1933, ist das Büdinger Traditions-Unternehmen seit knapp drei Jahren auch in Linsengericht vertreten. Neben den klassischen Sanitätshaus-Artikeln und Rehatechnik hat sich die Firma hier auf die Versorgung von Kindern spezialisiert.

Einen zweiten Schwerpunkt bildet die „Homecareversorgung“. Die Angestellten arbeiten eng mit Ärzten, Angehörigen, ambulanten Pflegediensten oder stationären Pflegeeinrichtungen zusammen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus begleiten sie die Patienten zu Hause und beraten bei der Auswahl sowie Anwendung der individuell passenden Produkte.

Tradition pflegt „Bußfeld & Schiller“ jedoch nicht nur bei Produkten und Dienstleistungen, sondern auch als Arbeitgeber und Ausbildungs-Betreib. Die Firma beschäftigt 95 Mitarbeiter an neun Standorten in der Wetterau und im Main-Kinzig-Kreis. Derzeit bilden sie sechs junge Menschen in kaufmännischen und technischen Berufen aus.

„Die Ansiedlung von ‚Bußfeld & Schiller‘ in Linsengericht ist ein Gewinn für unsere Gemeinde“, meinte Bürgermeister Albert Ungermann. „Wir haben mit diesem Unternehmen einen Arbeitgeber, der aus der Region kommt und sich der Region verpflichtet fühlt.“

Geschäftsführer Harry Bußfeld sieht sich in der Verantwortung - seinen Kunden ebenso wie seinen Mitarbeitern gegenüber. Daher lautet sein Wunsch an die Politik: „Im Zuge des demographischen Wandels ist die Politik in der Pflicht, gemeinsam mit allen Akteuren im Gesundheitswesen, die Leistungen für Versicherte zu überarbeiten, damit diese weiterhin mit qualitativ hochwertigen Produkten versorgt werden können, Unternehmen aber auch weiterhin wirtschaftlich arbeiten können, um ihrer Verantwortung als Arbeitgeber gerecht werden zu können.“

Hierzu Bettina Müller: „Wir müssen die Leistungen für Versicherte auf Qualität überprüfen. Gerade bei Hilfsmitteln muss weiterhin eine Versorgung mit qualitativ hochwertigen Produkten sichergestellt werden. Hier haben die Ausschreibungsverfahren der Krankenkassen in der Vergangenheit dazu geführt, dass mehr auf den Preis als auf gute Qualität geachtet wurde.“ Darunter würden nicht nur die Versicherten leiden, die dann oftmals bessere Produkte auf eigene Kosten anschafften. Auch örtliche Unternehmen, die gute Qualität anbieten, aber bei den Ausschreibungen nicht zum Zuge kommen oder deren Angebote von den Kassen nicht übernommen werden, bekommen Probleme. Als Arbeitgeber hätten sie definitiv eine soziale Verantwortung und könnten deshalb nicht zu jedem Preis anbieten. Allerding sei es für die Politik schwer, hier schnell Verbesserungen zu erreichen. Der Grund: Preisverhandlungen und Richtlinien für Hilfsmittelverordnungen und Qualität werden im Rahmen der Selbstverwaltung zwischen Kassen und Leistungserbringern als Vertragspartnern ausgehandelt, so Müller. Allerdings sei man dabei, die gesetzlichen Rahmen anzupassen, um Qualitätsaspekte bei der Versorgung stärker zu gewichten.

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