Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Fokus: Pflege

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Pflegegrad 1

Leistungsempfänger:

In Pflegegrad 1 kann nur eingestuft werden, wer nach dem 01.01.2017 einen Antrag auf Pflegeleistungen stellt bzw. gestellt hat.

Menschen in diesem Pflegegrad können noch viele Bereiche ihres Alltags selber organisieren und sind nur in geringen Umfang – meist körperlich – eingeschränkt und brauchen deswegen Unterstützung.

Leistungspaket:

  • Alle Pflegebedürftigen erhalten ab dem 01.01.2017 einen Entlastungsbetrag von bis zu 125 € monatlich. Dieser ist zweckgebunden und kann für die Inanspruchnahme von Leistungen der Tages- oder Nachtpflege, der Kurzzeitpflege, von zugelassenen Pflegediensten oder für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag genutzt werden. Die anerkannten Unterstützungen richten sich nach Landesrecht und können zum Beispiel Angebote zur Tages- oder Einzelbetreuung oder zur Entlastung der Pflegenden sein.
  • Pflegebedürftige in Pflegegrad 1 haben Anspruch auf Übergangspflege.
  • Zudem stehen den Pflegebedürftigen der Pflegestufe 1 Zuschüsse in Höhe von 40€ monatlich für bestimmte medizinische Hilfsmittel (z.B. Einmalhandschuhe) und pflegerische Hilfsmittel zu. Außerdem können Zuschüsse für die Anpassung des Eigenheimes in Höhe von bis zu 4.000€ (für Pflege-WGs 16.000€) beantragt werden.
  • Es werden auch ab sofort sogenannte Pflege Wohngemeinschaften unterstützt. Mit bis zu 2.500€ pro Person, bzw. max. 10.000€ pro Wohngemeinschaft wird eine Anschubfinanzierung gewährleistet. Monatliche Leistungen zur Finanzierung einer Person, die betreuende, organisatorische oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten übernimmt, werden ebenfalls gewährt.
  • Für vollstationäre Pflege erhalten Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 einen monatlichen Zuschuss von 125€ und den Anspruch in stationären Einrichtungen zusätzliche Betreuungs- und Aktivierungsangebote wahrnehmen zu können.
  • Grundsätzlich haben alle Versicherte, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, gegenüber ihrer Pflegekasse oder dem privaten Versicherungsunternehmen, das für sie die private Pflege-Pflichtversicherung durchführt, einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung. Gleiches gilt für Versicherte, die zwar noch keine Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, aber einen Antrag auf Leistungen gestellt haben und bei denen erkennbar ein Hilfe- und Beratungsbedarf besteht. Außerdem können Angehörige oder ehrenamtlich Pflegende an kostenlosen Pflegekursen der Pflegekasse teilnehmen.