Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Urlaub in Berlin

5. April 2014 - 0:00

Sie werden es nicht glauben, wo ich einen Teil der Osterferien verbringen werde? Ich reise nach Berlin. „Warum sollte Frau Müller das tun“, werden Sie sich nun vielleicht fragen. Zwar schleicht sich bei meiner Arbeit im Bundestag so langsam eine gewisse Routine ein, dennoch habe ich von der Bundeshauptstadt so gut wie noch nichts gesehen. Und wenn man bedenkt, dass ich jeden Monat mindestens zwei Wochen dort bin, ist das wenig. Also tausche ich in den Osterferien meinen Abgeordnetenausweis gegen ein Ticket für eine ausgiebige Stadtrundfahrt. Falls Sie Vorschläge haben, was ich mir unbedingt anschauen sollte: nur zu, ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Damit Sie sich ein Bild von meiner Arbeitszeit in Berlin machen können, hier eine Zusammenfassung meiner wichtigsten Themen der vergangenen Sitzungswoche: Viele Menschen machen sich große Sorgen um bezahlbare Mieten. Justizminister Heiko Maas hat nun einen Entwurf für eine Mietpreisbremse präsentiert. Bei Wiedervermietung darf die Miete um höchsten 10 % angehoben werden und Maklergebühren dürfen nicht mehr auf die Mieter umgewälzt werden. Es gilt das Motto: Wer bestellt, der bezahlt! Dafür von mir ein „Daumen hoch“.

Dann wird das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz reformiert. Konkret: Teilzeit arbeitende Menschen sollen länger Elterngeld beziehen, Elternzeit soll flexibler gestaltet werden können. Findige Werbeprofis nennen das ElterngeldPlus, ich sage dazu: Bravo, Frau Schwesig.

Kommen wir zu einem Lichtblick am Horizont: Die Kopfpauschalen sollen abgeschafft werden. Sie gehen zu Lasten der Rentner sowie der Arbeitnehmer mit kleinerem Einkommen. Den Preis den wir hierfür an die CDU zahlen mussten: Die kommenden Beitragssteigerungen gehen zu Lasten der Beitragszahler und nicht der Arbeitgeber. Soweit ein flotter Überblick über die zurückliegende Woche. Heute und morgen genieße ich noch mal die Termine im Wahlkreis, denn Montag sitze ich schon wieder im Zug gen Berlin. Auch wenn ich mich auf meinem Urlaub freue, merke ich doch immer wieder, wie gerne ich meinen Job mache.

Kolumne im Gelnhäuser Tageblatt

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