Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Wer wird in der Großen Koalition Koch und wer Kellner?

15. Dezember 2013 - 0:00

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller hat für die Große Koalition gestimmt. Nach Freudensprüngen ist ihr trotz des erfolgreichen Mitgliedervotums dennoch nicht zumute. „Ich habe unzählige Gespräche geführt und sehr wohl registriert, dass die meisten SPD-Mitglieder mit Bauchschmerzen für das Bündnis gestimmt haben. Sein wir doch so ehrlich und sagen, dass es eine reine Vernunftsehe mit CDU/CSU ist. Länger als bis zur nächsten Wahl sollte sie nicht bestehen“, erklärte Bettina Müller am Rande der Fraktionssitzung in Berlin.

Mit dem Koalitionsvertrag, der laut Müller die Handschrift der SPD trägt und dem Mitgliederentscheid sei von der SPD für die kommenden Jahre ein guter Grundstein gelegt worden. „Nun gilt es klarzustellen, wer in der Regierung bei den Sachthemen Koch und wer Kellner sein wird. Wir Sozialdemokraten haben eine engagierte und motivierte Mannschaft im Bundestag. Das Ergebnis des Mitgliederentscheids müssen wir Abgeordneten nun mit guter Arbeit rechtfertigen“ so Bettina Müller. Die Auswahl der SPD-Minister hält sie für gelungen - auch wenn sie es schade findet, dass kein Hesse dabei ist. „Letzten Endes ist es zweitrangig, wer nun welchen Ministerposten ergattert hat. Jede Ministerin und jeder Minister muss sich an seinen Leistungen messen lassen“, sagte Bettina Müller.

Den Mitgliederentscheid bewertet die SPD-Politikerin als vollen Erfolg: „Wann erlebt man schon mal eine derart offene und engagierte Diskussion, wie sie bei uns in diesen Tagen geführt wurde? Befürworter und Gegner haben gleichermaßen und fair ihre Positionen darlegen können. Selten wurde ein Wahlprogramm nach einer Wahl so intensiv beackert, wie das SPD-Wahlprogramm von 2013. Das gleiche gilt für den Koalitionsvertrag, der doch sonst von kaum einem gelesen wird“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller, die sich nun freut, endlich den Schwerpunkt auf die Sachthemen setzen zu können.

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