Bettina Müller: Freiwillig ins Haifischbecken

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller begibt sich freiwillig ins Haifischbecken. Am Montag wurde sie von der SPD-Fraktion für den Gesundheitsausschuss nominiert, der am Mittwoch erstmals zusammen kommen wird. Mit dem SPD-Bundestagabgeordneten Edgar Franke wird es zudem einen hessischen Ausschussvorsitzenden geben.

 

Für die gelernte Krankenschwester Bettina Müller, die später auch als Rechtsanwältin ihren Schwerpunkt im Sozialrecht wählte, war der Gesundheitsausschuss die Wunschkonstellation für ihre politische Arbeit in Berlin.  „Meine berufliche Erfahrungen, aber auch meine zahlreichen Besuche in den Pflegeinrichtungen meines Wahlkreises zeigen klar, dass in der Gesundheitspolitik wichtige Weichenstellungen anstehen. Da will ich dabei sein“, erklärt die Abgeordnete. Dazu zählen neben notwendigen Reformen in der Pflegeversicherung vor allem die generelle Aufwertung der Pflegeberufe und eine Neuordnung der Ausbildung.

 

 

 

Zu den Schwerpunkten der gerade begonnenen Wahlperiode gehört für Bettina Müller auch die Frage, wie künftig die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen sichergestellt werden kann.  „Der demographische Wandel mit schrumpfender Bevölkerung und steigendem Altersdurchschnitt stellt hier die ambulante und stationäre Versorgung  vor besonders große Herausforderungen“, so Bettina Müller, deren Wahlkreis den Main-Kinzig-Kreis, den Wetteraukreis und Schotten im Vogelsbergkreis umfasst.

 

Die SPD-Abgeordnete will hier ihre berufliche Erfahrung und die Erfahrung ihrer Arbeit im Kreistag in Berlin einbringen. Der eher ländlich strukturierte Wahlkreis mit zwei Kurorten sowie zahlreichen Kliniken und Ausbildungseinrichtungen für die Pflege sei schließlich wie ein „gesundheitspolitischer Mikrokosmos“, der alle anstehenden Fragestellungen dieses Politikfeldes umfasse.

 

Über die genaue Aufgabenverteilung unter den Fachpolitikern werden die Fraktionen in den nächsten Wochen entscheiden.