Bettina Müller: Flüchtlingsunterbringung in Limeshain reibungslos

Foto v.r.n.l.: Lisa Gnadl, MdL. Bettina Müller, MdB, 2 Bewohnerinnen in der Flüchtlingsunterkunft, Jugendpflegerin u. Flüchtlingsbetreuerin Tanja Velten, Bürgermeister Adolf Ludwig

Gemeinsam mit Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl machte sich die SPD-Bundestags­abgeordnete Bettina Müller ein Bild vor Ort von der Lage der Flüchtlinge und der Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Limeshain. In Begleitung von Bürgermeister Adolf Ludwig, SPD und der Jugendpflegerin sowie Flüchtlingsbetreuerin Tanja Velten informierten sich Müller und Gnadl in Limeshain auch über den Umgang der Kommune mit der steigenden Zahl an unterzubringenden Flüchtlingen.

Der Besuch steht in einer Reihe mit anderen Terminen in der Region, in deren Rahmen sich Bettina Müller und Lisa Gnadl über die Lage in den Kommunen informieren. „Unsere Städte und Gemeinden stehen vor einer gewaltigen Herausforderung, bei der sie die Unterstützung aller politischen Ebenen brauchen“, bewerteten die Abgeordneten die Situation. In Limeshain stellten die beiden SPD-Politiker eine reibungslose Unterbringung der Flüchtlinge fest und freuten sich über die rege Teilnahme der ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger am „Runden Tisch“.

Bürgermeister Adolf Ludwig berichtete den Abgeordneten, dass in Flüchtlingsunterkünften in Limeshain 42 Asylbewerber untergebracht seien. Die Frauen, Männer und Kinder kämen überwiegend aus Syrien, aber auch Familien aus Somalia leben in denen von der Stadt gekauften Häuser, einer Hofreite sowie einem Haus am Barbarossabrunnen. Land und Bund seien allerdings in der Pflicht, so Ludwig, die Kommunen ganz am Ende der Zuständigkeitskette mit ihren knappen Möglichkeiten und Notbehelfen nicht allein zu lassen.
„In Anbetracht der Zahlen wird in den Kommunen Eindrucksvolles geleistet“, lobte Gnadl die Bewältigung der Aufgabe durch die Verwaltung. „Dabei ist auch das ehrenamtliche Engagement aus der Bevölkerung eine unverzichtbare Hilfe.“

Als unzureichend bezeichnete Sozialarbeiterin Tanja Velten den Betreuungsschlüssel im Wetteraukreis. „Derzeit kümmert sich ein Sozialarbeiter um 210 Flüchtlinge. Er ist für Limeshain, Altenstadt und Reichelsheim tätig. Vor allem Behördengänge und Probleme im Alltag gibt es zu lösen. Da bleibt für jeden Einzelnen nur wenig Zeit.“ so Velten.

Die Anwesenden waren sich einig, dass den Flüchtlingen geholfen werden müsse, wieder die Kontrolle über das eigene Leben zurück zu erhalten. „Die Menschen hier haben oftmals dramatische Lebenserfahrungen gemacht. Ihre Geschichten stehen stellvertretend für die massenhafte Flucht vor Bürgerkrieg, politischer Verfolgung und Armut“, so Bettina Müller. Es sei bezeichnend, dass kaum eine andere Aufgabe Bund, Länder und Kommunen aktuell vor derart große Herausforderungen stellt wie die Flüchtlingspolitik.
Als größtes Problem bezeichneten alle übereinstimmend die Bearbeitungsdauer der Asylanträge. Es sei aber wichtig, dass die Menschen schnell eine Perspektive in Deutschland bekommen, damit eine gute Integration gelingen kann.