Bettina Müller (SPD): Endlich: Mit der Ehe für Alle wird Vielen etwas gegeben, aber Niemandem etwas genommen

Bettina Müller und Christoph Degen beim CSD Frankfurt 2014. Beide setzen sich seit Jahren für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ein.

„Heute ist ein historischer Tag; für die Menschenrechte, für die Lesben und Schwulen dieses Landes“, erklärt Bettina Müller (SPD) anlässlich der Entscheidung des Deutschen Bundestages, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Mit 393 Ja-Stimmen und 226 Nein-Stimmen – und vier Enthaltungen – haben die Bundestagsabgeordneten einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der die Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare rechtlich möglich macht.

„Die Eheöffnung war lange überfällig. Möglich gemacht hat das der Einsatz von couragierten Lesben und Schwulen in den 50er, 60er und 70er Jahren, die auch für diesen Einsatz einen hohen Preis zahlen mussten. Ich bin stolz darauf, dass wir für die nach § 175 StGB verurteilten Homosexuellen die Rehabilitierung und Entschädigung im Deutschen Bundestag durchsetzen konnten.

Mit der Öffnung der Ehe beenden wir die rechtliche Diskriminierung Homosexueller. Dennoch sind wir erst am Ziel, wenn Homosexualität gesellschaftlich akzeptiert ist. Den Grundstein hierfür hat das Parlament heute gelegt“, so die Bundestagsabgeordnete aus Flörsbachtal.