Bettina Müller und Lisa Gnadl zu Besuch in der Kreativwerkstatt FAB in Büdingen

Bundestagsabgeordnete Bettina Müller (2.v.l.) und Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl (1.v.l.) ließen sich von FAB Geschäftsführerin Karin Frech (2.v.r.) und Bernhard Wiedemann, Geschäftsführer Jobcenter Wetterau (1.v.r.), die Hintergründe zur Kreativwerkstatt erklären.

Kürzlich besuchten die beiden Abgeordneten Bettina Müller und Lisa Gnadl (SPD) die Kreativwerkstatt der FAB in Büdingen. Dies ist eine Einrichtung, in der die Mitarbeiter den langzeitarbeitslosen Bürgern die Möglichkeit bieten, sich selbst in verschiedene Berufsbereiche auszuprobieren. Die Teilnahme in der Kreativwerksatt erfolgt nach Anweisung des Jobcenters Büdingen und beträgt einen Zeitraum von sechs Monaten. Dadurch werden handwerkliche Fähigkeiten erlernt bzw. erweitert und die Teilnehmer haben es bei einer Berufsumorientierung einfacher. Ziel ist es, den Teilnehmern wieder zu ermöglichen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu gelangen. Zurzeit hat die Kreativwerkstatt, in der die Leute Holz verarbeiten, Taschen und Kleidung aus altem Material nähen oder Fahrräder reparieren, knapp 40 Plätze. Karin Frech, die Leiterin der Kreativwerkstatt, erklärte, dass es aufgrund von Vorgaben leider nicht möglich sei, die handwerklichen Arbeiten zu vermarkten, jedoch werden sie an Einrichtungen wie Kindergärten und Altersheime weitergegeben und bereiten somit doch noch anderen eine Freude. Des Weiteren erfuhren die beiden Abgeordneten, dass die Kreativwerkstatt einen eigenen Garten besitzt, den sechs bis acht Personen selbstständig planen, bepflanzen und ernten. Die Ernte wird größtenteils der Tafel gespendet, aber auch selbst verzehrt. Die Mitarbeiter möchten vermitteln, dass man trotz geringem Budget, frisch und gesund kochen kann, und nicht auf oftmals ungesunde Fertigprodukte zurückgreifen muss. Als Mitglied des Ausschusses für Gesundheit zeigte Bettina Müller Begeisterung dafür, dass auch auf diesen Aspekt in der FAB eingegangen wird. Nach Besichtigung der Räumlichkeiten, die fünf verschiedene Werkstätten umfasst, setzte sich Karin Frech, sowie der Geschäftsführer der Jobcom, Bernhard Wiedemann, mit den Anwesenden zusammen, um über die derzeitigen Probleme und Chancen zu reden. Für Müller und Gnadl steht nach diesem Gespräch fest, dass die Beschäftigungsverhältnisse durch öffentliche Fördermittel weiter vorangetrieben werden müssen. „Das ist relevant, um den betroffenen Arbeitslosen einen späteren Übergang in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“ Als nächstes Projekt hat die FAB vorgesehen, Stromkastendeckel in der Stadt Büdingen zu bemalen, passend zu den jeweiligen Straßennamen. Der Ortsbeirat Büdingen hat dieses Projekt gestartet und mit der Kreativwerkstatt in Büdingen einen kompetenten Gestalter gefunden. Weiterhin brachten Müller und Gnadl zum Ausdruck, dass die „Einrichtung“ nicht nur die Menschen handwerklich weiterbildet, sondern ihnen auch klare Strukturen vermittelt, um somit bestens für den Berufsalltag gewappnet zu sein.

 

(Bericht von Leyla Michl, Praktikantin im Wahlkreisbüro)