Starke Bürgermeister als wichtige Identifikationsfiguren für die SPD

Mit Andreas Weiher in Wächtersbach und Fabian Fehl in Birstein haben gleich zwei SPD-Kandidaten ihre Bürgermeisterwahlen gewonnen. Das zeigt: trotz des Bundestrends kann die SPD in den Kommunen noch Wahlen gewinnen – weil sie das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger genießt.

„Du wirst die Wahl wohl gewinnen, obwohl du in der SPD bist“, habe ihm Komiker Ingo Appelt, selbst SPD-Mitglied, in einem kurzen Gespräch am Wahltag gesagt, so berichtete Andreas Weiher am Sonntag. Auch wenn die Aussage natürlich scherzhaft gemeint war, trifft sie doch einen wahren Kern: Abgesehen von der Landtagswahl in Brandenburg gab es in letzter Zeit wenig Gelegenheit, sozialdemokratische Wahlerfolge zu feiern. Doch in den Städten und Gemeinden können Sozialdemokraten immer noch Erfolge verbuchen. So haben 20 von 30 Rathauschefs der größten deutschen Städte ein rotes Parteibuch.

Natürlich sind Bürgermeisterwahlen vorrangig Personenwahlen. Auch in Wächtersbach und Birstein haben die Kandidaten die Wählerinnen und Wähler natürlich vor allem persönlich überzeugt. Andreas Weiher als leidenschaftlicher Kommunalpolitiker, der in seinen zehn Jahren als erster Stadtrat und Bürgermeister ein gutes Gespür für die wichtigen Themen bewiesen hat. Fabian Fehl als junger, unaufgeregter und bürgernaher Kandidat mit guten Ideen für die Zukunft Birsteins. Beide haben einen tollen Wahlkampf geführt, unterstützt von aktiven SPD-Ortsvereinen und einem starken Wahlkampfteam.

Aber gerade in Zeiten, in denen Politik personalisierter ist als je zuvor, sind die Bürgermeister ganz wichtige Identifikationsfiguren. Sie sind einer der ersten Ansprechpartner bei den alltäglichen Sorgen und Nöten und geben mit ihrer Politik Antworten auf diese. Deshalb nehmen unsere Kommunalen und besonders die Bürgermeister eine besonders wichtige Rolle ein, wenn es jetzt darum geht wieder Vertrauen in die Sozialdemokratie als ganzes zurückzugewinnen. Sie leisten einen ganz wichtigen Beitrag dazu, dass unsere Kandidaten in Zukunft wieder zu größeren Teilen gewählt werden, nicht obwohl, sondern weil sie in der SPD sind.